Der Südwesten von Madeira – Levadawanderungen und mehr!

Der Südwesten von Madeira – Levadawanderungen und mehr!

Freitag, 29.04.2015 Berlin – Funchal

Man könnte ja schon fast sagen: „Same procedure as every year“ – mal wieder ging es am letzten Arbeitstag im April in den Urlaub, damit Marie ihren Resturlaub antreten konnte. Die eine Woche Skifahren im März hatte nicht gereicht – wenn man 18 Tage Urlaub mit ins neue Jahr nimmt, muss man diese erst mal weg bekommen…..

Ich ging daher noch mal etwas in Büro – Marie hatte bereits den ersten Urlaubstag. Beim Check-In gab es dann gleich den ersten Schrecken des Urlaubs. Ich hatte die Flüge einzeln gebucht, d.h. der Flug nach Lissabon und der Flug von Lissabon nach Funchal hatten einzelne Tickets. Es war wohl leider nicht möglich diese zusammen zu legen und somit konnten die Koffer nicht direkt bis Madeira durchgecheckt werden. Das war jetzt wirklich saublöd – somit hätten wir auch den Anschlussflug nach Funchal verpasst. Nach ein paar Telefonaten hatte das wirklich sehr freundliche Mädel am Empfang dann doch eine Möglichkeit gefunden, die Koffer direkt bis nach Funchal zu schicken. Da fiel uns dann doch ein relativ großer Stein vom Herzen;-)

Mit leichter Verspätung ging es gegen 14.30h los in Richtung Lissabon. Das Essen war leider alles andere als lecker – wir sahen eigentlich niemanden, der die Sandwiches wirklich aufgegessen hat. Die Landung in Lissabon war pünktlich, der Flug nach Funchal sollte direkt am benachbarten Gate starten. So hatten wir sogar noch etwas Wartezeit.

Der Flug nach Funchal startete fast pünktlich und gegen 19.45h landeten wir dann auf Madeira. Das mit den Koffern hatte auch funktioniert – unsere kamen fast als erstes an. Somit mussten wir nur noch schnell den Mietwagen übernehmen und nach recht kurzer Zeit waren wir dann auch tatsächlich im Besitz eines Ford Fiesta. Mit dem ging es dann erst mal kurz zum Supermarkt auf dem Weg, da wir um diese Uhrzeit nicht mehr unbedingt ein Restaurant suchen wollen.

Die Dunkelheit erschwerte die Suche nach unserer Unterkunft dann etwas und gegen 21.30h waren wir dann bei der Casa Vereda. Dort sahen wir erst mal niemanden, nach einem kurzen Anruf machte uns dann aber Dalia die Tür auf und führte uns kurz durch das Haus. Wirklich sehr schön und alles sauber. So machten wir uns dann über den bereitgestellten Wein und die Limo her und genossen noch eine Scheibe Brot mit Butter und ein paar gekochte Großgarnelen. Nicht viel später gingen wir dann auch schlafen, so besonders viel Schlaf hatten wir beide vorher irgendwie nicht bekommen….

Samstag, 30.04.2016 Levada do Moinho

Nach einem entspannten Frühstück mit Rührei, machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Levadawanderung auf Madeira. Wir wollten einen Klassiker machen – den Risco-Wasserfall und die 25 Quellen bei Rabacal. Wir liefen am Parkplatz los und kamen irgendwann zu einem recht langen Tunnel – aber wir hatten ja eine Stirnlampe dabei. Diese half uns jedoch nur auf den ersten Metern etwas, danach standen zahllose tiefe Pfützen auf dem Weg und wir hatten nur unsere Trekkingschuhe und nicht die richtigen Wanderstiefel an.

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Somit liefen wir erst mal zurück zum Auto und fuhren zum anderen Parkplatz am Encumeada-Pass. Dort war das Wetter aber deutlich schlechter – der Wind und die Wolken pfiffen nur so über den Pass. Daher fuhren wir weiter mit dem Auto in Richtung Ponta do Sol und gingen dort stattdessen an der Levada do Moinho und der Levada Nova entlang. Dabei hatte man schöne Ausblicke in einen Fluss, der sich tief ins Tal eingeschnitten hatte. Am Ende der einen Levada gab es dann einen sehr schönen Wasserfall, unter dem man entlanglaufen konnte.

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Auf dieser Wanderung war das Wetter dann ganz schön, wir hatten einige sonnige Abschnitte dabei. Insgesamt legten wir auf dieser Rundtour rund 7,5 km in gut 2,5h zurück. Danach ging es dann in den Supermarkt in Calheta. Dort kauften wir uns erst mal alles für die Pasta mit Auberginensoße.

Danach fuhren wir dann zurück in unsere Unterkunft und aßen erst mal einige Garnelen und genossen dazu einen leckeren Weißwein. Danach legten wir uns dann auf die Liegen am Pool. Über den Bergen hinter unserem Rücken türmten sich die dunklen Wolken recht bedrohlich auf, es gab aber immer nur hin und wieder den einen oder anderen kleinen Tropfen. Bis 20h genossen wir den Sonnenschein am Pool und lasen unsere Bücher. Danach machten wir uns dann die Pasta mit der Auberginensoße und hatten dazu einen schönen Rotwein. Als Nachtisch gab es dann noch eine leckere Nata;-))

So. 01.05.2016 – Die Hochebene von Fanal und die 25 Quellen von Rabacal

Diesmal gab es zum Frühstück neben dem Rührei auch noch einen leckeren Smoothie. Marie hatte den Mixer entdeckt und gleich mal Erdbeeren, Banane und Papaya zusammen mit frisch gepressten Orangensaft durch den Mixer gejagt…

Danach machten wir uns dann mal wieder auf den Weg auf die Hochebene von Rabacal und von dort zum Lorbeerwald von Fanal. Während das Wetter die meiste Zeit wirklich schön sonnig war, wurde es kurz vor dem Fanal recht neblig und die Wolken zogen wahnsinnig schnell über den Kamm. Am Forsthaus angekommen parkten wir dann das Auto und machten uns auf die Wanderung durch den Lorbeerwald. Besonders weit kamen wir allerdings nicht, da es extrem neblig und mit einstelligen Temperaturen alles andere als gemütlich war. Und ich hatte vorher noch „Sorgen“ gehabt, dass wir den Lorbeerwald statt in mystischer Stimmung im Sonnenschein sehen. Davon waren wir wirklich ganz weit entfernt…..

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Daher führen wir nach einer recht kleinen Runde zurück in Richtung Rabacal und machten diesmal die Wanderung zum Risco-Wasserfall und den 25 Quellen von Rabacal, die wir eigentlich schon am Tag zuvor machen wollten. Die Wanderung war wirklich toll, es hätte nur nicht ganz so viele Touristen gebraucht. Teilweise gab es an manchen Engstellen einen richtigen Rückstau. Wir machten zuerst die Tour zum Wasserfall und danach zu den 25 Quellen. Dabei ging es immer schön an einer Levada vorbei und das Wetter passte auch. An den 25 Quellen gibt es dann auch einen Wasserfall, der in einen blauen Pool mündet. Sehr schön anzuschauen. Dort machten wir dann auch eine Pause und verspeisten die mitgebrachten Brötchen.

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So gestärkt machten wir uns dann auf den Rückweg zum Parkplatz. In Rabacal widerstanden wir der Verlockung, den Shuttle-Bus nach oben zu nehmen und machten und stattdessen zu Fuß auf den Anstieg zurück zum Auto. Nach gut 3 Stunden waren wir dann zurück am Auto und fuhren danach zurück zu unserem Häuschen. Dort waren wir dann gegen 17h und genossen den strahlenden Sonnenschein auf den Liegen am Pool. Irgendwann kam dann jemand aus dem einen Haus – es war Ana, die Besitzerin der Häuser. So kamen wir dann noch in den Genuss einer Führung durch die restlichen beiden Häuser. Beide wirklich sehr schön eingerichtet, das größte Haus passt auch gut für 2 Paare. Es hat 2 Doppelzimmer mit separatem Bad, ein großes Wohnzimmer, eine offene Küche, einen großen Kamin (den man von innen und außen sehen kann) und einen großen Weber-Grill…..

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Danach genossen wir dann weiter die Sonne am Pool und ich sprang sogar mal in den Pool. Mit etwas über 20 Grad musste man da nicht ewig drin bleiben….Danach machten wir uns dann mal wieder Pasta mit der restlichen Auberginensoße…..Wie immer sehr lecker!

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