Die Lofoten – auf der Jagd nach den Nordlichtern

Die Lofoten – auf der Jagd nach den Nordlichtern

Nun stand also eines meiner „Sehnsuchtsziele“ auf dem Programm – es ging in den hohen Norden auf die Lofoten. Nach der Reise nach Island und den beiden Reisen nach Schottland zieht es mich immer wieder in die atemberaubende Natur des Nordens. Diesmal ging es auf die gut 3.000 km entfernten Lofoten. Zum einen reizte mich die Landschaft – auf der anderen Seite hoffte ich Nordlichter zu sehen und zu fotografieren. Daher war diesmal sogar das „große“ Stativ mit im Gepäck. Aber nun der Reihe nach.

Anreise

Theoretisch hat man ja einige Optionen auf die Lofoten zu kommen – mit dem Auto und der Fähre von Kiel aus, mit den Hurtigruten oder mit dem Flugzeug. Wenn man nur eine Woche hat, ergibt sich die Anreise ganz pragmatisch mit dem Flugzeug. Aber auch dort hat man dann verschiedene Flughäfen zur Auswahl – meine Wahl fiel auf Evenes. Von dort fährt man zwar noch gute 3 Stunden auf die Lofoten- dafür waren die Flugzeiten und die Flugpreise aber wirklich gut. Wir zahlten pro Person rund 250 EUR inkl. Gepäck mit einem kurzen Zwischenstopp in Oslo und die Mietwagen sind dort auch günstiger als in Svolvær oder Leknes direkt auf den Lofoten.

Ein kleiner Tipp aus leidvoller Erfahrung: In Oslo doch etwas Zeit für das Umsteigen einplanen und wenn ihr auch im Winter fahren solltet – schon warme Schuhe im Flugzeug anziehen. Hilft auf jeden Fall, wenn die Koffer nicht ankommen……

Mittwoch, 28.03. – TXL – Evenes – Laukvik

Gegen 11.30h machten wir uns dann bei grauem Regenwetter auf den Weg zum Flughafen. Der Check-In ging wahnsinnig schnell und eine gute Stunde später saßen wir dann auch im Flieger. Und da saßen wir dann…..

Die Tragflächen und Triebwerke mussten enteist werden, und so ging es mit 40 Minuten Verspätung los. Bei einem Zwischenstopp von lediglich 50 Minuten nicht unbedingt das beste Zeichen. Wir landeten dann gegen 15.30h in Oslo bei strahlendem Sonnenschein, der Flieger nach Evenes sollte bereits um 15.55h starten. Beim Sprint zum neuen Gate nahmen wir noch kurz den Duty-Free mit und kauften einen norwegischen Gin…..

Wir kamen an einem Gate an und mussten dort die Bordkarten scannen – Marie kam durch, ich leider nicht. Das war das Zeichen, dass mein Gepäck noch nicht durch war. Irgendwann kamen wir dann doch durch, am Gate de Fluges nach Evenes kamen wir wieder nicht durch und sollten uns an einen Mitarbeiter wenden. Das taten wir dann wie zwei andere Leute aus der Maschine aus Tegel auch – unsere Flüge wurden gecancelt, da wir durch die Verspätung des Fluges aus Berlin wohl keine Chance mehr haben sollten, den Anschlussflug zu erreichen….

Die nette Mitarbeiterin am Check-In konnte das jedoch rückgängig machen und wir bekamen neue Bordkarten. Mit einer durch uns verursachten leichten Verspätung hoben wir gegen 16.10h in Richtung Evenes ab. Der Flug verlief ruhig, man hatte immer wieder tolle Ausblicke auf die tief verschneite Landschaft.

Nach der Landung ging ich gleich zu Hertz und wir bekamen als erstes unseren Mietwagen. Diesen hatten wir schon, als sich das Kofferband noch gar nicht in Bewegung gesetzt hatte. Im Endeffekt hätten wir uns aber auch gar nicht beeilen müssen – unsere Koffer kamen gar nicht in Evenes an….So ging es an den Schalter von SAS – dort erfuhren wir, dass dies nach einer Umstellung des Systems am Osloer Flughafen vor ca. einem Jahr jetzt täglich passiert. Auch die anderen beiden aus Berlin hatten ihr Gepäck nicht erhalten – im Gegensatz zu uns hatten sie aber Trekking-Klamotten und v.a. Stiefel an.

Wir bekamen ein Kit mit einem neuen T-Shirt, Shampoo, Deo, Zahnbürste und Zahnpasta und fuhren daher erst gegen 19h am Flughafen los. Zuerst ging es noch in einen Supermarkt – der erinnerte vom „Hörensagen“ an den alten Konsum der DDR. Es war mehr weg als da….Und ein Bier durfte ich auch nicht mehr kaufen, da es nach 18h war….Das ging ja gut los.

Auf dem Weg zur Unterkunft schneite es dann immer mal wieder recht stark – machte das Autofahren nicht immer ganz angenehm, die Spike-Reifen waren aber wirklich super. Auch auf den vereisten Straßen hatte man einen recht guten Grip. Gegen 21.50h kamen wir dann endlich in Laukvik an. Die Unterkunft lag direkt am Hafen, hatte einen wunderschönen Blick und war sehr gemütlich eingerichtet. Wir wärmten uns noch zwei fertige Suppen aus dem Supermarkt auf – wir hatten schon deutlich besser gegessen, die Fertigsuppen in Australien waren aber noch viel schrecklicher – und das soll schon was heißen, wenn man sich nach mehr als vier Jahren immer noch daran erinnern kann;-))

Auspacken mussten wir ja nichts und somit ging es danach relativ direkt ins Bett…..Erst wurde gesagt, dass unser Gepäck evtl. gegen 3h in der Nacht kommen könnte, abends hatten wir aber noch die Info, dass es frühestens am nächsten Tag kommen würde….

Donnerstag, 29.03.2018 Laukvik

Nach dem Check des Online-Gepäck-Status war ein Koffer bereits in Evenes, einer aber immer noch in Oslo. Das sah erst mal nicht nach einer wirklich schnellen Lösung aus….So frühstückten wir erst einmal entspannt und fuhren dann nach Svolvær. Wir wollten ja auch etwas einkaufen, da Karfreitag vor der Tür stand.

In Svolvær waren dann so gut wie alle Geschäfte geschlossen, irgendwie scheint in Norwegen auch der „Gründonnerstag“ kein regulärer Arbeitstag zu sein…. Wir fuhren dann noch weiter nach Kabelvag – aber auch da war alles wie ausgestorben. Auf dem Rückweg wollten wir dann am Shop der Tankstelle schauen, ob wir dort ein paar Lebensmittel bekommen, daneben war aber ein kleiner Supermarkt geöffnet. Der „Kiwi“ war geschlossen, sie hatten aber einen kleinen Bereich offen. Dort kauften wir dann noch Lachs, TK-Gemüse und ein paar weitere Kleinigkeiten.

Danach fuhren wir dann zurück nach Laukvik. Auf dem Rückweg bekamen wir dann einen Anruf, dass ein Koffer gerade am Appartement angekommen wäre. Nach dem Koffer-Tag musste es eigentlich der von Marie sein – es war jedoch mein Koffer. Die Tags wurden bereits am Flughafen vertauscht. So hatte Marie aber zumindest Wanderstiefel, da diese in meinem Rucksack drin waren……

Danach machten wir dann noch einen Spaziergang rund um den Hafen und zum Leuchtturm. Beim Weg rund um den Hafen sahen wir dann die Stockfisch-Gestelle, viel mehr roch man sie allerdings. Der Ausblick und das Meeresrauschen vom Leuchtturm war sehr schön. Danach ging es dann zurück in unsere Wohnung, für diesen Abend standen Bratkartoffeln auf dem Programm. Die norwegischen Kartoffeln schmeckten allerdings etwas trocken….Satt wurden wir aber trotzdem;-))

Danach kam dann wirklich auch noch der zweite Koffer an. Ich möchte gar nicht wissen, welche Kosten SAS für den ganzen Transport von verloren gegangenen Gepäckstücken entstehen. Aber das ist ja zum Glück nicht unser Problem…..Nordlichter gab es in dieser Nacht auch leider keine zu bewundern…..

Freitag, 30.03.2018 Laukvik

Es hatte mal wieder leicht geschneit und wir frühstückten mal wieder entspannt. Danach fuhren wir dann mal wieder in Richtung Svolvær. Diesmal fuhren wir aber direkt weiter zum Rorvika-Strand. Dieser sah aber alles andere als spektakulär aus und außerdem schneite es gerade. Daher fuhren wir direkt weiter nach Henningsvær. Dies ist ein kleines Fischerdorf am Ende der Straße. Es schneite aber die ganze Zeit – wir machten und erst mal auf den Weg zum Leuchtturm.

Dabei kam man mal wieder an Stockfisch-Gestellen vorbei und danach ging es über eine tief verschneiten Fußballplatz, an dem uns ein sehr großer Schneemann begrüßte. Danach ging es hoch zum Leuchtturm, von dem man einen schönen Ausblick auf Henningsvær und die weiter entfernten Berge in Richtung Reine hatte. Die dunklen Wolken brachten mal wieder Schnee und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto.

Danach fuhren wir in Richtung Gimsoy. Ich hatte von der Straße ein schönes Gebäude gesehen und bog nach rechts ab – kurze Zeit später standen wir vor einer niedlichen Kirche mit einem wahnsinnigen Ausblick, einem schönen Strand und zur Abwechslung mal blauem Himmel und Sonnenschein. Ich machte Fotos – Marie suchte ein paar schöne Muscheln….Danach hatten wir dann Lunch mit Blick auf den Strand. Nun kamen die Sachen von Eurogida endlich zum Einsatz – durch die Verspätung bei den Koffern waren diese aber leider etwas trocken geworden…..

Danach fuhren wir noch an einen schönen Strand bei Gimsoy – der Wind nahm aber zu und wir gingen dann zurück zum Auto. Kurze zeit später ging auch schon der „Schneesturm“ nieder….Man sah beim Fahren kaum die Straße. Wir fuhren dann so langsam zurück in Richtung Laukvik und liefen da dann noch mal zum Leuchtturm, da die Sonne zum späten Nachmittag noch mal rausgekommen war….

Marie kehrte dann in die Wohnung zurück – ich machte noch mal die Runde rund um den Hafen. Unter den Stockfisch-Gestellen fand ich noch die eine oder andere schöne Perspektive. Die Lichtstimmung wurde immer dramatischer und ich fand einen schönen Aussichtspunkt…..Von dort konnte man schön beobachten und fotografieren, wie die Sonne immer mal wieder zwischen den dunklen Wolken hervorschaute…..

Danach ging auch ich zurück und wir machten uns Lachsfilet mit Gemüse, Kartoffeln und Sauce Hollandaise. Mit nur 2 Platten gar nicht so einfach, aber der alte Trick mit dem Warmhalten von Töpfen im Bett klappte auch diesmal….Danach gab es dann eine Runde Kniffeln….Nordlichter ließen sich auch an diesem Abend nicht blicken…..

Samstag, 31.03.2018 Laukvik nach Hamnøy – die schönste Landschaft der Lofoten

Nun waren die 3 Nächte in Laukvik also auch schon wieder vorbei. Wobei das nicht wirklich schlimm war, in dieser Gegend hatten wir wirklich alles gesehen und daher war es gut weiter zu fahren….

Nach dem Frühstück machten wir uns dann erst mal wieder auf die altbekannte Strecke in Richtung Svolvær. Dort gingen wir dann in den Supermarkt – es gab aber nicht alles. Tonic Water war mal wieder ausverkauft. Also fuhren wir nach einem kurzen Einkauf weiter, an diesem Samstag sollten ja alle Geschäfte wieder offen haben, bevor sie dann Ostersonntag und -montag wieder geschlossen sind….

Das Wetter war mal wieder wechselhaft – in einem Moment hatten wir noch strahlenden Sonnenschein, im nächsten gab es dann Wolken oder einen Schneeschauer…Kurz vor Leknes fuhren wir dann in Richtung Haukland Beach – einem der berühmtesten Strände der Lofoten. Als wir dort ankamen standen auch einige Autos aus dem Parkplatz. Wir gingen dann auch runter zum Strand – Schnee und türkisfarbenes Wasser sind irgendwie eine sehr ungewohnte Kombination…..

Am Strand grillten ein paar Norweger – das hätte uns jetzt auch ganz gut gepasst. Wir nahmen unser „Lunchpaket“ und wanderten einen Weg oberhalb des Strandes entlang. Wir dachten, dieser geht nur ein Stück oberhalb des Strandes zu einem Aussichtspunkt, hinter der nächsten Ecke ging es aber immer weiter….Die Aussicht auf das glitzernde Meer war toll und so liefen wir weiter. Irgendwann kamen wir dann tatsächlich am „Utakleiv Beach“ an, dem wohl meistfotografierten Strand der Lofoten. Und gleich auf den ersten Blick konnte man zahlreiche Personen mit Stativen und guter Ausrüstung orten……

Dort machten wir dann unseren Lunch und danach wanderten wir zurück in Richtung Haukland Beach. Am Ende waren wir rund 10 km im Sonnenschein gelaufen – traumhaft schön. Im Auto schaute ich dann mal nach dem nächsten Supermarkt – eigentlich waren jetzt bereits um 17h alle bis zum Dienstag geschlossen. Das waren keine rosigen Aussichten – wir hatten keine Brötchen und auch ein Essen für Abends fehlte uns. Also fuhren wir nach Leknes und fanden wieder mal einen kleinen Ableger eines großen Supermarktes, der als einziger noch geöffnet hatte. Wir bekamen alles bis auf Tonic-Water. Das scheint auf den Lofoten nicht wirklich einfach zu bekommen zu sein….Auch bei zwei Tankstellen hatten wir keinen Erfolg….

Aber zumindest hatten wir jetzt alles zu essen und machten uns daher auf den Weg in Richtung Reine zum Eliassen Rorbuer. Diesen erreichten wir dann gegen 19h. Die Anlage lag landschaftlich traumhaft schön. Wir packten alles aus und wollten gleich kochen. Ganz so einfach war das leider nicht, da der Herd nicht anging. Nach mehreren Versuchen und Telefonaten fanden wir heraus, dass die Sicherung draußen war…..Nach diesen Widrigkeiten machten wir uns dann die Spaghetti Bolognese – leider hackte diese kräftig am Boden an…..

Ich verschwand dann noch mal zur blauen Stunde nach draußen und so aßen wir am Ende erst gegen 21h. Es war aber trotz der angebrannten Soße sehr lecker. Zum Nachtisch gab es dann noch selbstgemachten Milchreis mit Blaubeeren….Was für ein Mahl…..Die Nordlichter ließen sich hingegen wieder nicht blicken…..

 

Sonntag, 01.04.2018 – Hamnøy

Die erste Nacht in der neuen „Hütte“ hatten wir gut überstanden – auch wenn die Betten in beiden Unterkünften zu weich für unseren Geschmack waren….

Nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Fredvang. Vorbei am „Frankenstein-Haus“ ging es zum Parkplatz, um auf den Ryden zu wandern. Von dort soll man einen traumhaften Ausblick auf den Kvavilka Beach haben. Am Parkplatz standen noch ein paar andere Autos. Wir machten uns auf den Weg, man sackte jedoch bei jedem Schritt tief in den Schnee ein. Daher beschlossen wir nach einem kurzen Stück umzukehren….

Stattdessen fuhren wir ein kurzes Stück zum Ytresand-Beach. Dort liefen wir etwas am Hang entlang, der Schnee war hier deutlich weniger tief. Wir hatten traumhaften Ausblicke auf den Strand und schreckten dabei gleich mal einen Schneehasen auf, der umgehend das Weite suchte….

Oben am Hang entdeckten wir 3 Wanderer – am Parkplatz trafen wir uns dann alle und hatten ein ausschließlich deutsches Zusammentreffen….Mit dem einem unterhielten wir uns eine ganze Weile, er war im Januar aus dem süddeutschen Raum auf die Lofoten ausgewandert…..Er gab uns dann den Tipp, einfach die Wanderung zum Kvalvika Beach zu machen. Er fuhr voraus und brachte uns noch zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Dort hatten wir dann erst mal unseren Lunch und dann machten wir uns auf den Weg. Dieser war deutlich besser ausgetreten, als die andere Tour. Auf dem Weg nach oben kam uns eine große Truppe Spanier entgegen. Irgendwann sahen wir dann auch den Kvavika Beach – ein zwischen großen Bergen eingerahmter Strand mit türkisfarbenen Wasser….

Im Gegensatz zu den meisten anderen gingen wir wirklich bis runter an den Strand. Dieser war wirklich traumhaft schön, auch wenn es uns schon etwas vor dem Aufstieg zurück graute….Der Rückweg klappte aber ganz gut – für besonderes Vergnügen sorgten 4 weibliche Asiatinnen, die uns entgegen rutschten…..

Wir kamen trotz einiger Rutschpartien gut unten an und machten uns danach auf den „Heimweg“ in Richtung Hamnøy. Dort hatten wir dann einen Gin-Tonic und ein paar Chips und kochten danach Lachsforelle, Kartoffelpüree und Gemüse. Das Essen war sehr lecker – ich machte mich danach mit meinem Stativ bewaffnet auf Fototour zur blauen Stunde. Leider waren anscheinend nur wenige Hütten belegt – etwas mehr Licht in den Fenstern hätte mir gut gefallen….

 

Nach einer guten Stunde war ich dann zurück und wir spielten dann mal wieder eine Runde Kniffel….

Montag, 02.04.2018 – Hamnøy

Auch diese Nacht hatten sich keine Nördlicher blicken lassen. Dafür schien aber auch an diesem Morgen die Sonne von einem blauen Himmel. Nach dem Frühstück fuhren wir erst einmal ganz ans Ende der Lofoten nach „Ä“. Dort hört die Straße und damit auch die Lofoten relativ unvermittelt auf – vor uns erstreckte sich einfach ein Parkplatz…

Danach fuhren wir dann in Richtung Nusfjord. Dabei handelt es sich um ein altes Fischerdorf, dass mittlerweile auch Ferienunterkünfte bietet. Der Himmel war jetzt bedeckter, ab und an schaute aber die Sonne raus…

Danach setzten wir dann unsere Strandtour fort. Es ging an den Storsandes Beach – klein aber fein und wir waren mal wieder allein. Danach ging es dann noch zum Myrland Beach – dort kam man aber bei dem ganzen Schnee gar nicht runter. Dafür sahen wir dann aber noch einen Adler etwas oberhalb des Straßenrandes….Danach fuhren wir dann zum Skagsanden Beach und schauten etwas den Wintersurfern in ihren dicken Neoprenanzügen zu. Den Abschluss der Beachtour des heutigen Tages war der Ramberg-Beach. Dieser liegt traumhaft an einer Bucht und wir konnten die ganze Bucht entlang laufen. Irgendwann kam dann die Sonne wieder richtig raus – es war wirklich toll. Neben uns war auch ein Schwan am Strand – dieser stürzte sich dann wagemutig in die Brandung…..

Danach fuhren wir dann zurück zu unserer Unterkunft. Dort machten wir uns einen Kaffee und setzten uns mit Blick auf das Meer an einen schönen Aussichtspunkt. Leider war der Wind aber etwas kalt, so dass wir nicht allzu lange dort sitzen blieben. Ich setzte mich dann noch windgeschützt auf die Terrasse einer der Hütten bei uns in die Sonne, bis ich Fußstapfen hörte. Also ging ich noch kurz ans Wasser und dann nach dem letzten Kaffee zurück in die Unterkunft.

Dort machten wir uns dann eine Portion Spaghetti Bolognese und schauten danach noch eine Folge von „Bosch“. Das schauen nach Polarlichtern war trotz einer sternklaren Nacht mal wieder vergeblich…..

Dienstag, 03.04.2018 – Eliassen Rorbuer – Evenes

Nun war also bereits der letzte Tag auf den Lofoten angebrochen. Die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel. Ich fuhr dann erst mal nach Reine zum Coop und kaufte neue Brötchen für uns. Frische Brötchen gab es nach den Feiertagen noch nicht, also gab es wieder eine Packung mit TK-Brötchen.

Danach frühstückten wir dann das letzte Mal in unserem Rorbuer und danach mussten wir noch putzen. Ansonsten hätte es 400 NOK gekostet….Um kurz vor 11h fuhren wir dann los. Der erste Stop war der Strand vom Unstad – der bekannteste Strand der Wintersurfer auf den Lofoten. Das Wetter war traumhaft, es waren einige Surfer im Wasser und Wellen gab es auch….Nach dem Strandspaziergang fuhren wir dann weiter nach Svolvær.

Dort aßen wir im Bacalao am Hafen einen BBQ-Burger und Fish & Chips. Für gut 40 EUR auch alles andere als ein günstiges Vergnügen. Nach dem Essen ging die Fahrt dann nur noch unterbrochen von 2 Fotostopps durch eine tolle Winterlandschaft nach Evenes. Dort waren wir um 17.30h und gaben erst mal unsere Koffer ab, da der Flug morgen früh bereits um 6.30h losging. Jetzt war die Reise zu den Lofoten leider schon wieder zu Ende ohne das wir Nordlichter gesehen hatten.

Ich brachte Marie dann ins Airport-Hotel und danach brachte ich den Mietwagen zurück. Abends aßen wir noch unsere restlichen Brötchen im Hotel und ich schaute dann noch das CL-Viertelfinale der Bayern gegen Sevilla. Danach war es dann auch Zeit schlafen zu gehen – der Wecker stand auf 4:55h. Gar keine schöne Uhrzeit zum Aufstehen…..

Mittwoch, 04.04.2018 – Evenes – Berlin

Nach 6 Stunden Schlaf klingelte der Wecker sehr früh. Ich holte uns zwei Kaffee und machte uns zwei Toastbrote, die wir mitnahmen. So verlockend sah das Frühstück nun auch nicht aus – v.a. nicht um diese doch recht unchristliche Zeit…..

Um 5.30h fuhren wir dann mit dem Shuttle rüber zum Flughafen, auf die 50 NOK pro Person verzichtete der Inhaber. Aber die Übernachtung war mit 115 EUR ja auch nicht sonderlich günstig. Um kurz nach 6h ging es dann in den Flieger, nach der Enteisung hoben wir erst kurz vor 7h ab. Aber diesmal hatten wir ja einen ausreichenden Aufenthalt am Flughafen in Oslo…..

In Oslo waren wir gegen 8.30h. Es sah sehr grau aus und es gab Schneeregen. Dort gönnten wir und dann noch ein Luxusfrühstück mit Krabbenbrötchen, Zimtschnecke und 2 Cappuccino´s. Es war sehr lecker – bei knapp 30 EUR wäre alles andere aber auch ein herbe Enttäuschung gewesen….

Auch der Flug nach Berlin hatte eine Verspätung – wir landeten dann so gegen 13h in Tegel bei warmen Wetter und viel Sonne!

Fazit

Auch ohne Nordlichter gesehen haben, lohnen sich die Lofoten absolut. Schon alleine die Fahrt mit dem Toyota Prius mit Spikereifen über Eispisten wird mir immer in Erinnerung bleiben. Außerdem die traumhafte Landschaft – türkises Wasser an tief verschneiten Stränden hat schon was. Man sollte sich aber vorher gut über die Öffnungszeiten informieren, wenn man über Ostern auf die Lofoten fällt – damit hatten wir absolut nicht gerechnet.

Die beiden Orte haben uns gut gefallen – auch oder gerade weil Laukvik nicht auf der touristischen Standardroute der Lofoten liegt.

Die Kosten vor Ort sind ohne Frage hoch – durch Selbstverpflegung kann man diese aber deutlich reduzieren und erträglich machen. Die Schweiz ist ja auch teuer;-) Ich würde die Reise ohne Zögern zur selben Zeit noch mal machen – auch wenn mich die sommerlichen Lofoten mit Mitternachtssonne auch sehr reizen würden!

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