Danzig – Sonnentage in der Hansestadt an der Motlawa

Danzig – Sonnentage in der Hansestadt an der Motlawa

Einmal jährlich geht es mit einer „Jungstruppe“ auf eine Städtetour in Deutschland und Europa. Wenn man das 10-jährige Jubiläum bereits hinter sich hat, wird es mit der Zeit nicht einfacher, Ziele zu finden die mit einer angemessen Kombination aus zeitlichen und budgettechnischen Komponenten erreichbar sind….

Die Wahl fiel diesmal auf Danzig – die Hansestadt nahe der Ostsee. Das Preisniveau in Polen liegt ja immer noch unterhalb des Preisniveaus von Deutschland und vielen anderen europäischen Zielen. Die Flüge mit AirBerlin wurden bereits im September 2014 gebucht, am ersten Juni-Wochenende stand die so lange gebuchte Reise nun endlich an.

Ankommen in Danzig

Aktuell gibt es nach Danzig sogar zwei Verbindungen pro Tag, so dass ein Teil der Truppe mit einem Urlaubstag bereits um 9.15h flog, der Rest dann ohne den Einsatz eines Urlaubstages um 17:20h nachflog. Bereits beim Abflug in Tegel hatten wir traumhaftes sonniges Wetter, bei den kleinen Propellermaschinen mit lediglich 50 Plätzen aber auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen…..Beim Flug durch eine massive Wolkendecke kann das mit Sicherheit relativ ungemütlich werden;-)

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So brachte und die kleine Maschine aber sicher und relativ ruhig nach Danzig, wo uns wiederum Sonnenschein und ein richtig blauer Himmel erwartete. Mit etwas unter 20° war es jedoch etwas kühler als in Berlin. Nach der Ankunft schnappten wir uns direkt ein Taxi und fuhren in die Innenstadt zu unserem Hotel Artus. Diese liegt direkt in der Altstadt und ist aus meiner Sicht absolut zu empfehlen: Gutes Preisniveau, gut ausgestattete und saubere Zimmer, zentrale Lage und Frühstück im angeschlossenen Restaurant möglich…..Die Zimmer waren so früh leider noch nicht fertig und so zogen wir uns kurze Klamotten an und gingen zum Fahrradverleih unweit des Bahnhofs.

Mit dem Fahrrad nach Sopot

Dort liehen wir uns 5 Cityräder und machten uns dann auf den Weg in Richtung Sopot – zumindest dachten wir, dass wir in Richtung Sopot fahren. Nachdem wir dann aus der Stadt rausfahren und die Straßennamen nicht auf der Karte finden konnten, fragten wir doch mal bei einem anderen Radfahrer nach – leider waren wir genau in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Also wurde gewendet und es ging in die andere Richtung.

Wir hatten uns eigentlich auf eine relativ idyllische Radtour entlang der Ostsee eingestellt, am Anfang fährt man jedoch neben einer relativ großen Ausfallstraße und Schienen auf der einen Seite und den Werften auf der anderen Seite aus Danzig raus. Irgendwann kommen dann (wie in jeder Stadt) recht unansehnliche Wohnsilos und irgendwann fährt man dann direkt auf das Danziger Stadion zu, dass im Rahmen der EM 2008 neu erbaut wurde. Ab und zu fragt man sich, ob man wirklich auf dem richtigen Weg ist, da die Ausschilderung nicht durchgehend vorhanden ist oder wir diese nicht gesehen haben. Kurz nach dem Stadion erreicht man dann jedoch bei Brzezno die Ostseeküste und von dort aus führt der Weg direkt hinter dem Strand an einer Strandpromenade mit separatem Fahrradweg vorbei.

Irgendwann erreicht man dann auch Sopot und mittlerweile hatten wir Durst und Hunger….Wir fuhren zum Restauracja Piaskownica, das etwas nördlich von Sopot direkt in den Dünen mit Blick auf das Meer liegt. Wir bestellten dort alle frischen Fisch und ein Bierchen – das Essen war wirklich gut. Negativ sind jedoch das System der Bestellung und die Toiletten-Situation. Zur Bestellung muss man immer an den Tresen gehen und stellt sich dort auch mit lediglich einem Getränkewunsch in die zum Teil sehr lange Schlange – die Mitarbeiter an der Bar sind auch nicht die wirklich schnellsten. Eine Toilette für die Größe des Restaurants ist mit Sicherheit auch deutlich zu wenig – es standen immer Leute an, daher lag der Besuch der „Buschtoilette“ zumeist näher…..

Nachdem wir dann satt waren, genossen wir noch etwas die Sonne am Strand. Auf der Rückfahrt gingen wir noch durch die Fußgängerzone von Sopot um einen netten Laden für die Übertragung des Champions-League-Finales zu finden. Dieses fanden wir jedoch nicht auf Anhieb und daher holten wir uns nur einen McFlurry bei McDonalds und machten uns dann auf den Rückweg nach Danzig. Gegen 18.30h gaben wir die Fahrräder wieder am Bahnhof ab und danach ging es in Richtung Hotel.

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Irgendwann sollte ja dann auch der zweite Teil der Reisetruppe eintrudeln. Ein Stück die Straße runter war das Flisak ´76 – ein netter Ort, um einen, zwei oder auch drei Sundownder einzunehmen…..Die Plätze vor dem Flisak waren die einzigen Sonnenplätze in der ganzen Straße. Bier, Rum-Cola und Gin-Tonic schmeckten lecker. Nur die anderen kamen nicht an – was ging denn da schief?? Irgendwann kam dann die Nachricht: „Sitzen im Bus, brauchen noch ca. 25 Minuten“…….Wie kann man denn so einen Fehler machen, wenn der Rest der Truppe mit kalten Getränken wartet??? Der Lerneffekt: „Nimm immer das Taxi vom Flughafen – außer Du willst ein paar Kröten sparen…..“.

Gegen 20.15h kam der Rest dann endlich beim Hotel an. Wir checkten dann alle mal ein und gingen danach noch mal auf einen Begrüßungsdrink ins Flipsak…. Danach ging es dann in die Fußgängerzone zum „Gourmet-Burger“ – so ein doppelter Burger mit Garantie auf Kiefersperre ist doch gegen 22h was ganz feines. Den Verdauungsschnaps holten wir uns dann danach im „Pijalnia Wodki i Piwa“ – übersetzt die Trinkhalle für Wodka und Bier;-))

Die Kalorien mussten ja dann wieder runter und so ging es dann noch etwas zum „Zappeln“ ins Parlamanet. Eine relativ unscheinbare Tür lässt einen in die größte Disko von Danzig gelangen – für 10 Zloty auch ein bezahlbares Vergnügen. Gegen 2h hatten wir dann aber doch alle genug – am nächsten Tag war ja traumhaftes Wetter und viel Sonnenschein angesagt……

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