Reykjavik – Nationalfeiertag und Streetart

Reykjavik – Nationalfeiertag und Streetart

Anreise – Samstag, 16.06.2012

Aufgrund meines üppigen Resturlaubs hatte ich Mitte des Jahres immer noch alle Urlaubstage und v.a. auch mehr als genug Überstunden zur Verfügung. So konnte ich mir einen langgehegten Traum erfüllen und Island im hohen Norden erkunden. Da wollte ich schon immer mal hin und durch die geplante Neueröffnung des neuen Berliner Flughafens (die war tatsächlich mal für 2012 geplant!!!) nahm die Lufthansa neue Strecken ins Programm. So kam ich für 199 EUR nach Keflavik. Allerdings nicht wie geplant vom neuen Flughafen, sondern von Tegel. Das passte mir aber eigentlich auch deutlich besser in den Kram…..

Das Flugzeug hob pünktlich um 22.10h ab und ich hatte eine Reihe ganz für mich alleine und nach etwas mehr als 3 Stunden Flugzeit kam dann auch schon Island in Sicht. Der Ausblick aus dem Fenster des Fliegers war schon sehr vielversprechend – so wird man nicht immer im Urlaub begrüßt…..

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Da wir nach Norden flogen, wurde es während des Fluges immer heller. Nach einer sehr weichen Landung war ich also um 23.30h Ortszeit in Island. Mit dem Shuttlebus ging es nach Reykjavik zum Busbahnhof – von dort sollte es mit kleineren Bussen weiter zu den jeweiligen Unterkünften gehen. Irgendwie verstand der Fahrer jedoch nicht so richtig, dass ich zum Zeltplatz wollte und verfrachtete mich in einen Bus, der mich zum „Domestic Airport“ brachte. Nach kurzer Zeit konnte ich das Missverständnis aufklären und hatte dann eine kleine nächtliche Stadtrundfahrt durch die Innenstadt, bevor ich wieder am Busbahnhof landete. Aber alleine während dieser kleinen Stadtrundfahrt konnte man schon sehen, in was für eine „Partyhauptstadt“ man mit Reykjavik gelandet war. Die Straßen waren voll mit gut gelaunten Menschen…….

Nach kurzer Wartezeit ging es dann wirklich weiter zum Zeltplatz, zusammen mit zwei anderen Deutschen. Gegen 2.30h lag ich dann relativ kaputt im Zelt – in Deutschland war schließlich schon 4.30h…. Zum Schlafen brauchte ich dann aber doch die Oropax, da ein paar Jungs nachts um 3h Fußball spielten – hell genug war es ja. Irgendwann schlief ich dann aber glücklicherweise ein.

Der isländische Nationalfeiertag – Sonntag, 17.06.2012

Nach etwas mehr als 6 Stunden Schlaf wachte ich dann gegen 9.00h Ortszeit auf und machte mich zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Der Bus wäre aufgrund des isländischen Nationalfeiertags auch erst um 12.00h gefahren. Auf dem Weg kaufte ich mir noch ein Brötchen mit Kreditkarte – Bargeld hatte ich ja noch nicht…

Der Weg führte schön am Ufer entlang – mit Aussichten auf den Hausberg „Edja“, der aber leider in vielen dicken Wolken hing. In der Innenstadt selbst war es noch recht ausgestorben – kein Wunder an einem Sonntagmorgen. Die Isländer sind ja für Ihre ausschweifenden Partys berüchtigt.

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Ich bummelte durch die Innenstadt und die Straßen füllten sich so langsam. Gegen 13.00h gönnte ich mir einen Burger, wer weiß wie die Versorgungslage in den nächsten Tagen aussieht. Überall in der Stadt sah man die isländische Flagge – auch bei einem Autokorso mit Oldtimern durfte diese nicht fehlen. Die Innenstadt von Reykjavik ist nicht sonderlicht groß und lässt sich recht bequem zu Fuß entdecken. Interessant waren aber auf jeden Fall die zahlreichen Graffitis, die im strahlenden Sonnenschein natürlich noch einmal deutlich besser aussahen……

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Nachmittags genoss ich noch einen Milchkaffee in der Sonne und wanderte dann zurück zum Zeltplatz. Ich baute das Zelt ab, packte den Rucksack und fuhr um 16.30h vom Busbahnhof aus nach Skogar. Dort kamen wir nach einigen Stopps gegen 19.30h an, ein schöner Stopp war der am Seljalandsfoss, einem wirklich schönen Wasserfall. Für die Fahrt hätte eigentlich auch ein PKW ausgereicht – wir waren insgesamt zu viert in dem großen Bus. Der Fahrer, 2 Schweizer und ich…..Das sind so die Vorteile der Vorsaison;-)

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Ich machte mich erst einmal auf die Suche nach einem Fernseher, um die zweite Halbzeit von Deutschland gegen Dänemark zu sehen. In einem Restaurant wurde ich fündig, auch wenn das Bild recht schlecht war.

Dazu hatte ich ein großes Bier für 1.000 ISK – auf den zweiten Burger an diesem Tag verzichtete ich und machte wir stattdessen nach Spielende Couscous auf meinem Campingkocher. So gestärkt ging es dann noch einmal zum Wasserfall „Skógafoss“. Die beiden Schweizer, mit denen ich zusammen im Bus gefahren war, waren schon los gewandert. Für mich endete dieser lange Tag dann im Zelt am Fuße des Wasserfalls.

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